Elenas Schreibwutergebnisse  
 
  Krimi 19.10.2017 16:22 (UTC)
   
 

Krimi


Wie der Name (ist kein Name, aber naja ^^) schon sagt ist dies kein Roman im eigentlichen Sinne, sondern eher ein Krimi, auch wenn es wieder ein wenig um Romantik geht. Leider ist mir für diese Geschichte noch kein Name eingefallen, aber wenn jemand Vorschläge hat, kann er sich gerne an mich wenden.

Auszug aus dem 1. Kapitel:

Völlig egal wie oft sie einen Tatort betrat, sie würde sich nie an diesen Anblick gewöhnen. Auch wenn sie versuchte alles ein wenig herunter zu spielen, nagte es an ihr. Diese Bilder, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekam verfolgten sie. Oft bis in ihre Träume. Wenn sie schon als Außenstehende so reagierte, wollte sie sich manchmal gar nicht ausmalen, wie die Angehörigen der Opfer auf derartige Szenen reagierten.

Doch eigentlich waren für sie diese Ansichten verboten. Sie musste einen kühlen Kopf bewahren, dass war ihr Job. Genauso wie sich auf diesen Job zu konzentrieren und ihn gewissenhaft zu erledigen. Sie hatte gewusst, was sie in diesem Job erwarten würde. Doch auf das, was einen wirklich erwartete, konnte man niemanden vorbereiten. Man musste es selbst erleben.

Einer der Beamten hob für sie das Absperrband an und machte ihr den Weg in das Haus frei. Sie lies einen Prüfenden Blick über den Türrahmen schweifen. Keine Kratzspuren. Ein gewaltsames Eindringen durch die Haustüre war also auszuschließen, auch wenn sie wusste, dass die Spurensicherung dies mit Sicherheit schon längst festgestellt hatte, machte sie sich immer noch selbst ihre Gedanken und begutachtete alles. Schließlich gehörte auch das zu ihrem Job.

Sie nahm dankend das paar Einweghandschuhe eines Mannes der Spurensicherung an und stülpte sie sich über.

„Du bist aber früh hier, Taylor“, hörte sie die Stimme von Lawson hinter sich in einem sarkastischen Ton sagen.

„Dann versuch du doch im Berufsverkehr vom einen Ende der Stadt zum anderen zu kommen.“ Sie würdigte ihren Kollegen keines Blickes, sondern sah sich weiter in dem großen Einfamilienhaus um. Eine ruhige, wohlhabende und beschützte Wohngegend am Rand der Stadt. Dort wo man eigentlich eine solche Tat nicht vermuten würde.

Hier lebten Menschen mit ihren Familien, mit ihren Kindern. Und sie fühlen sich sicher, stellte Anna verbittert fest.

„Was haben wir?“, fragte sie Lawson schließlich und drehte sich nun zu ihm um. Auch seine Hände waren in Einweghandschuhe gehüllt.

„Drei Leichen“, begann er und blickte in eine Akte. „Im Alter von 53, 52 und das kleine Mädchen wird auf sechs Jahre geschätzt. Bis jetzt wissen wir noch nicht wer sie ist. Bei dem Mann handelt es sich um den Staatsanwalt William Larson, bei dem weiblichen Opfer um seine Frau Kathleen. Die beiden haben keine Kinder, also ermitteln wir noch, wer das Mädchen ist.“

Anna nickte kurz. Ihr war bereits aufgefallen, dass es im Flur an den Wänden nur Bilder des Ehepaares gab.

„War die Gerichtsmedizin schon da?“ Wieder lies sie ihren Blick durch den Gang schweifen, auf der Suche nach Hinweisen.

„Nein, auf die warten wir noch.“ Sie sah wie ihr Kollege ungläubig den Kopf schüttelte. „Der oder die Täter sind offensichtlich zur Haustür hineinspaziert. Sie war nicht abgeschlossen.“

„Tja, in diesen Gegenden fühlen sich die Leute sicher. So was passiert ja auch immer nur den Anderen.“ Anna zuckte die Schultern.

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Auszug aus dem 2. Kapitel:


Wieder rannte sie dem jungen Mann hinterher. Sie erreichte den Notausgang, drückte sich mit dem Rücken gegen die Wand und spähte aus der Tür. Sie sah ihn nicht, doch sie hörte seine Auftritte auf der Feuerleiter. Schnell hechtete Anna nach vorn und spähte nach unten. Einer ihrer Kollegen tauchte neben ihr auf und blickte ebenfalls vorsichtig nach unten.

„Geben Sie mir Feuerschutz!“, befahl sie dem uniformierten Beamten, steckte ihre 9mm zurück in den Schulterhalfter und bestieg die metallene Leiter.

„Ist gut“, hörte sie den blonden, jungen Mann antworten, doch das nahm sie schon nur noch von weitem war.

Walters hatte einen mächtigen Vorsprung, doch es war nicht unmöglich ihn einzuholen. Ohne den geringsten Gedanken zu verschwenden, nahm sie die Füße von der Leiter und lies sich nur noch an den Händen die Stangen der Leiter hinunterrutschen.

Den brennenden Schmerz ihrer Hände ignorierte sie, ihr war nur noch wichtig das Scheusal zu erwischen. Sie kam hart auf dem Asphalt auf und musste sich zusammenreisen nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen. Sofort wandte sie sich zu allen Seiten um. Sie erspähte Walters ein paar Meter weiter die Straße entlangsprintend. Sie zog wieder ihre Waffe und gab ein paar Warnschüsse in die Luft ab.

Auch wenn zwischen ihr und dem jungen Mann eine gewisse Strecke lag, konnte sie doch erkennen, wie er zusammenzuckte. Sie nutzte diese Situation und rannte los. Nun hatte sie ein paar Meter gut gemacht.

Als Walters wieder schneller rannte schoss sie gegen einen der Müllsäcke am Straßenrand. Der Mann rollte sich zur Seite weg. Wieder ein paar Meter eingeholt.

„Bleiben Sie stehen, Walters!“, rief sie erneut.

Doch er blieb nicht stehen. Wieder rannte er schneller, obwohl sie sah, wie er mit dem rechten Bein hinkte. Offensichtlich war er, als er sich zur Seite abgerollt hatte, mit dem Fuß umgeknickt. Ein Nachteil für den Mann, den sich Anna nun zum Vorteil machte.

Obwohl auch ihre Füße von dem Aufprall auf den Straßenasphalt schmerzten und ihre Kehle unter ihrer schnellen Atmung brannte, rannte sie noch schneller.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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