Elenas Schreibwutergebnisse  
 
  Nur ein Moment 18.12.2017 02:55 (UTC)
   
 

Nur ein Moment



Das zweite Buch, dass ich im Februar diesen Jahres begonnen habe. Der Einfall kam mir nach dem Kurzbesuch von meinem Bruder und mir in Frankfurt a.M.

Auszug aus dem 2. Kapitel von "Nur ein Moment" :


„Und auch dieses Jahr verleihen wir den Preis für den Geschäftsmann des Jahres“, begann sie und stellte sich hinter das Rednerpult. „Bedauerlicherweise ist natürlich auch dieses Jahr schon vorher durchgesickert, wer der Preisträger ist. Dieser Umstand hat zwar die Überraschung verdorben, jedoch nicht die große Freude und Ehre ihn auch in diesem Jahr an den Gewinner des vergangenen Jahres zu überreichen. Erbauer des höchsten Gebäudes der Welt und Führer des weltweiten Konzerns White Enterprise. Bitte begrüßen sie mit mir unseren Ehrengast, Mr. Jason White.“ Die Frau klatschte in die Hände und animierte somit das Publikum zum Applaus, was es mit Begeisterung annahm.
Die Leute erhoben sich, als Jason White die Bühne betrat und die gläserne Skulptur von der Dame in Empfang nahm und sie mit Küssen auf beide Wangen begrüßte.
„Vielen Dank Valleri für diese herzergreifenden Worte“, begann White und betrachtete seinen Preis von allen Seiten. „Großer Gott, hiermit habe ich selbstverständlich nicht gerechnet und bin immer noch ganz überwältigt“, witzelte er, woraufhin ihm das Publikum mit lautem Lachen antwortete.
„Selbstverständlich ist es für einen alleinstehenden, keuschen Mann, wie ich einer bin, eine erfreuliche Abwechslung einen solchen noblen Preis entgegen zunehmen.“ Wieder folgte seinen Worten lautes Gelächter.
„Dennoch möchte ich diesen wundervollen Preis nicht allein entgegen nehmen“, sagte er und löste somit verwunderndes Gemurmel im Publikum aus. „Deshalb“ Er erhob seine Stimme. „möchte ich diesen Preis mit meinem Kollegen und treuem Freund Don Jenkins teilen, der diese Auszeichnung genauso sehr verdient wie ich. Don, würdest du zu mir auf die Bühne hochkommen?“
Eine Welle lauten Applauses durchdrang den Saal. Don Jenkins, recht verwundert, richtete sich auf und humpelte auf seinen Stock gestützt die Reihe entlang.
Madeline wollte ihm zu Hilfe kommen, doch er stieß sie unsanft von sich weg. Er wollte offensichtlich kein Zeichen von Schwäche zeigen und hinkte somit selbstbewusst den breiten Mittelgang entlang. Madeline konnte sehen, dass ihm der Aufstieg hinauf zu dem Podest auf dem das Rednerpult stand große Anstrengung kostete. Er hätte genauso gut ein spitzen Schauspieler sein können, so gut überspielte er seine eigenen Schwäche. Als er schließlich mit Mühe und Not sein Ziel erreicht hatte, boxte er Jason White leicht auf den Oberarm und grinste breit.
„Du verdammtes Scheusal“, lachte er und brachte damit nicht nur White sondern auch den ganzen Saal zum lachen. „Seht alle her. Dieser Mann neben mir ist ein ausgepuffter Hund, lasst euch bloß nicht mit dem auf Geschäfte ein.“ Noch viel lauter als die ganze Menge zusammen lachte Jason White der danach mit gespielter Verlegenheit den Kopf senkte und Don Jenkins von der Seite anschielte. „Ich habe keine große Danksagung zu machen“, fuhr er schließlich fort. „Meinen einzigen Dank richte ich an meine wunderschöne Tochter Madeline, wahrscheinlich die gelungenste Produktion meines gesamten Lebens.“
Jason sah hinunter zu den Stuhlreihen und in die Richtung in der er Madeline vor wenigen Minuten entdeckt hatte. Doch ihr Platz war leer, sie hatte offensichtlich den Saal verlassen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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